Manufacturer Day 2018

„Ein Blumenstrauß voller Herausforderungen“

„Spannend und herausfordernd“, fasst Mag. pharm. Jürgen Rehak die Jahre zusammen, die vor den Apothekern und Apothekerinnen liegen. „Das Bild an der Tara wird sich verändern“, so der Verbandspräsident. 

Er könne sich auch vorstellen, dass sich in der Apotheke weitere Berufsbilder entwickeln. Erstens werde der Pharmazeut als Arzneimittelfachmann und erste Anlaufstelle für Patienten und Kunden immer wichtiger: „Auch der aktuelle Trend zeigt, dass sich das in den kommenden Jahren noch verstärken wird. Man kann bereits jetzt deutlich erkennen, dass die Erwartungshaltung der Kunden hier sehr groß ist“, so Rehak. Die Beratungsleistungen werden zunehmend komplexer. Zweitens müsse sich die Apotheke in einem Netzwerk aus Institutionen positionieren. Drittens werde die Digitalisierung immer mehr Einzug halten. Rehak betonte, dass die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, vorhanden sei.

360° Grad Challenges für die Apotheke

Der Verbandspräsident unterstrich aber auch, dass die Apotheken unter einem enormen wirtschaftlichen Druck stünden. Wachstum fände hauptsächlich im hochpreisigen Bereich der Innovationen und im Billigsegment der Generika statt. Hier würden hohe Umsätze mit vergleichsweise niedrigen Margen erzielt. Der mittlere Bereich breche allerdings fast weg und teilweise sei es schwierig, die Betriebsergebnisse zu halten. 

Derzeit würden Konzepte über alternative Finanzierungssysteme entwickelt, so Rehak. Es gebe Apotheken, die mit den wirtschaftlichen Entwicklungen gut klar kommen, andere hätten damit noch zu kämpfen.  „Es ist also ein Blumenstrauß an Herausforderungen“ fasste Dr. Andreas Janka die Situation zusammen.

Als großes Ziel formulierte Rehak, was sich auch die Herba Chemosan zur Aufgabe macht: Die Versorgung in Österreich zu sichern. Jedes Medikament müsse Just-in-time für jeden Patienten verfügbar sein. 

Autor: Manuel Sommerfeld

Fotos: © Bernhard Wolf